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Matthiasbruderschaft Kobern-Gondorf auf Jahresausflug 2018

Veröffentlicht von Administrator am 21.11.2018
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Herbstliches Sommerwetter begleitete die Mitglieder der Matthiasbruderschaft bei ihrem Jahresausflug nach Speyer, eine lebendige Stadt, die dem Besucher viel Kunsthistorisches

zu bieten hat. Bedeutsam der Dom, mit 134 m Länge die größte romanische Kirche der Welt, ein Glanzpunkt mittelalterlichen Kaisertums. Zwischen 1030 und 1124 erbaut von salischen Kaisern, die hier in der Krypta - eine der schönsten, gigantischsten Unterkirchen der Christenheit - bestattet sind. Folgegeschlechter wie Staufer, Habsburger, Nassauer wählten diese Stätte ebenso als

Grablege. Der Rundgang in diesem Dom vermittelt gleichermaßen Kirchenbaukunst, Kunst, Geschichte und Religion.

 

Die anschließende Freizeit konnte ein jeder für sich gestalten bevor es, bis dahin als Überraschung des Tages gehütet, nach Oppenheim am Rhein ging. Inmitten der Weinberge liegt auf eine Anhöhe

die denkmalgeschützte Altstadt: verwinkelt, romantisch, geschichtsträchtig, geheimnisvoll.

 

Hier erlebten die Mitglieder eine Führung besonderer Art ins Kellerlabyrinth. Eintauchen in die

Unterwelt von Oppenheim, eine „Stadt unter der Stadt“, von der ca. 600 m Gänge und Kellersysteme touristisch erschlossen sind. Kein unbefangener Besucher der Altstadt würde jemals unter seinen Füßen eine solche Attraktion vermuten. Diese Gänge wurden im frühen Mittelalter

geschaffen, dienten als Lagerstätten, da Oppenheim bereits 1008 die Marktrechte verliehen wurden und fortan das wirtschaftliche Leben über Jahrhunderte florierte. Dem setzten kriegerische

Auseinandersetzungen in der Folgezeit ein jähes Ende. Die Bevölkerung nutzte das Kellerlabyrinth oft jahrelang als Versteck, Wohnstätte oder auch als Fluchtmöglichkeit aus der Stadt.

 

Beeindruckt von alledem durfte ein Besuch in der St.Katharinenkirche, dem bedeutendsten gotischen Sakralbauwerk zwischen Kölner Dom und Straßburger Münster nicht fehlen. Hier

beeindrucken ganz besonders die bunten Kirchenfenster.

 

Nach so viel Kultur und Abwechslung fehlte vor der Heimfahrt nur noch das gemeinsame Abend-

essen sowie die unseren Gewohnheiten entsprechende Geselligkeit, diesmal in einem Restaurant am

Marktplatz der Altstadt von Oppenheim.

Zuletzt geändert am: 21.11.2018 um 23:59

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