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Pilgern verbindet

Veröffentlicht von Administrator am 04.05.2018
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Innere Spannung gehört dazu, wenn sich morgens um sechs Uhr 70 bis 80 "Pilgersleut"

nach dem Morgensegen und vielen guten Wünschen von Pastor Fuchs ab Kobern-

Gondorf auf den Weg machen. Einen Fußmarsch von 3 Tagen - ca. 100 km - zum Apostel-

grab in der Matthiasbasilika von Trier gilt es durchzustehen, dies in guter Tradition seit 1989.

 

Erste Etappe Hatzenport, wo sich jeder auf eine Frühstückspause freut, dabei jedes

Jahr freundlichst aufgenommen im Winzerhof Albrecht Gietzen. Mittagspause ist in

Treis, anschließend sind es noch 12 km durch ein Naturschutzgebiet entlang der Mosel

bis Cochem. Bedingt durch den Bahnstreik hatte man sich rechtzeitig um einen Bustrans-

fer zur Marienburg bei Bullay gekümmert.

 

Der 2. Tag ist immer wieder ein landschaftlicher Höhepunkt: über den Reiler Hals,

Kröv bis Ürzig. Hier ist traditionell Mittagsrast in der Waldschenke. Ab Osann beginnt

ein letzter Anstieg zur Wallfahrtskirche in Klausen, wo eine Pilgermesse mit Pastor Fuchs

gefeiert wird. Ein Bus bringt uns anschließend zurück zur Marienburg.

 

Der 3. Tag startet mit einem Morgengebet in der Pfarrkirche von Rivenich. Danach

folgt eine Wegstrecke von ca. 30 km zur Matthiasbasilika. Zwischendurch gibt es eine

Mittagsrast in Schweich sowie eine kurze Pause im Pfarrheim in Ehrang. Dann werden

die letzten Mobilitätsreserven aktiviert mit dem ersehnten Pilgerziel schon vor Augen.

 

Bewegt, erhebend, dankend singt ein jeder beim Einzug in die Matthiasbasilika das

Lied: Großer Gott wir loben dich. Die Anspannung fällt, man hat es geschafft, ein

Glücksgefühl!

 

Bei der anschließenden Begrüßung durch Pilgerpater Athanasius werden jährlich

Pilger für 10-,15-,20-,25-malige Teilnahme sowie unsere Erstpilger, diesmal 7, besonders geehrt.

 

"Pilgern verbindet" unter diesem Losungswort hatten vier unserer Pilger ein ganz besonderes

Kreuz vorbereitet. Es besteht aus 5 Einzelteilen, die dann am Altar zusammengefügt +“ verbunden -

wurden, nachdem zuvor jeder Mitpilger seinen Namen darauf eingetragen hatte. Ein beeindruckendes

Symbol, es soll in Kürze während eines Gottesdienstes in der Lubentius-Kirche in Kobern zu sehen sein.

 

Was für den Nichtpilger sehr strapaziös erscheinen mag, gibt uns Kraft unterwegs in der Natur

bei Gesprächen, im Gesang, im Gebet und bei Meditation in unserer gewachsenen Gemeinschaft.

Die Geselligkeit an den beiden Abenden in der romantischen Marienburg mit vielfältiger Unterhaltung

lässt sich niemand entgehen: Dankbarkeit und Freude über den erfolgreich bewältigten Tag und Elan

für die nächste Pilgeretappe.

 

Selbstzweifel - schafft man`s oder nicht während der Wanderung - sind spätestens bei der

Heimfahrt verschwunden und gehen über in den Herzenswunsch: "Hoffentlich bin ich nächstes Jahr

vom 28. - 30. April 2016 wieder dabei!".

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Zuletzt geändert am: 04.05.2018 um 17:02

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